Fragen und Antworten

Was wird getan um den Verkehr stärker von der Straße auf die Schiene zu bringen?

Bürgersprechstunde - 16.05.2013

Der Fehmarnbelt durchschneidet die direkte Verbindung zwischen Palermo auf Sizilien und Stockholm in Schweden und ist von der EU als einer der Schienenkorridore identifiziert worden, die für den verbesserten Gütertransport notwendig sind. Da das übergeordnete Ziel darin besteht, ein nachhaltigeres europäisches Transportsystem zu entwickeln, möchte die EU die Bahnfracht attraktiver und wettbewerbsfähiger gestalten und somit einen Wechsel vom LKW auf die Schiene unterstützen.

Die geplante feste Querung des Fehmarnbelts zwischen Dänemark und Deutschland ist damit ein wichtiger Beitrag zur Schließung der Lücke zwischen dem skandinavischen und europäischen Schienennetzwerk. Wenn die Querung eröffnet ist, wird sie die Kapazität für Güter- und Personentransport erhöhen und die Reiseverbindung zwischen Deutschland und Skandinavien - verglichen mit den vorhandenen Verbindungen über die deutsch-dänische Grenze und den Großen Belt - um 160 km verkürzen. Durch diese Verkürzung der Transportzeit für die Verbindung zwischen Schweden und Kontinentaleuropa sowie die verlässliche, jederzeit verfügbare Infrastruktur schafft der Fehmarnbelttunnel die Voraussetzung dafür, dass die Schiene attraktiver gegenüber der Straße wird.

Antwort von Tarik Shah, Femern A/S

- 14.06.2013

Kooperation mit Dänemark bei Haltestellenkonzept?

Bürgersprechstunde zur 9. Dialogforumssitzung - 28.02.2013

Die LVS Schleswig-Holstein Landesweite Verkehrsservicegesellschaft organisiert in Schleswig-Holstein den Schienenpersonennahverkehr und hat mit den in Dänemark zuständigen Stellen (Verkehrsministerium und Trafikstyrelsen als Transportbehörde) Kontakt aufgenommen und mögliche Angebotskonzepte für den Personenverkehr nach Inbetriebnahme der festen Fehmarnbeltquerung diskutiert.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass seitens der LVS kein Einfluss auf die Fernverkehrsverbindung HH-Kopenhagen genommen werden kann. Für einen grenzüberschreitenden Regionalverkehr wurde von unserer Seite ein zweistündlich verkehrender RE Lübeck-Nykobing vorgeschlagen, der im südlichen Abschnitt (südlich Neustadt) gegenüber heute deutlich beschleunigt verkehren könnte. Dieser Zug würde in jedem Fall die Halte Bad Schwartau, Lensahn, Oldenburg, Großenbrode, Fehmarn-Burg, Rødby bedienen. Die dänische Seite sieht ebenfalls den Bedarf nach einer solchen Zugverbindung.

Antwort von Jochen Schulz, LVS Schleswig-Holstein

- 11.05.2013

1. In den Unterlagen des ROV sind im Kapitel 2 "Technische Beschreibung der Trassenvarianten", Unterkapitel 2.1 "Verkehrliche und Betriebliche Grundlagen" auf Seite 13 in Tabelle 2.1-2 die Nennleistungen der einzelnen Varianten beschrieben. Entspricht diese Nennleistung der maximal möglichen Auslastung der Streckenvarianten?

2. Sind die zusätzlichen Lärmbelastungen durch die geplanten Betriebsbahnhöfe und Haltepunkte in die Lärmberechnungen miteingegangen?

Fischer, BI ratekau-wehrt-sich - 17.02.2013

Zu Frage 1: Nein.

Zu Frage 2: Ja und siehe zusätzlich Antwort von DB auf Frage 5 von Frau Fischer vom 12.03.2013.

- 06.05.2013